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Stellar Approach

(tl/dr) Der Stellar Approach unterstützt Teams dabei, ihren Beitrag zu einer regenerativen Zukunft systematisch zu erhöhen – jenseits von „ein bisschen effizienter“. Diese Einstiegsseite richtet sich an Fachleute, die Lern- und Transformationsprozesse in Organisationen gestalten und dafür einen praxistauglichen Rahmen suchen.

  1. Warum ein „Stellar Approach“?

Viele Organisationen haben Nachhaltigkeitsziele, stehen aber vor der Frage, wie sie diese im Alltagsbetrieb konkret verankern können. Der Stellar Approach setzt genau hier an: Er übersetzt die große Systemfrage – Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen – in handhabbare Lern- und Handlungsschritte im Team.

Als Lerncoach lade ich Sie ein, den Stellar Approach als Experimentierraum zu betrachten: Sie testen neue Praktiken, reflektieren Wirkungen und justieren nach – ohne den Anspruch, sofort „perfekt regenerativ“ zu sein. So wird Nachhaltigkeit vom Projekt zur dauerhaften Lernbewegung Ihrer Organisation.

  1. Was ist der Stellar Approach?

Der Stellar Approach ist ein Transformationsbaukasten und ein teambasiertes Entwicklungsprogramm, das Organisationen vom „weniger schädlich“ hin zu regenerativem Handeln begleitet. Im Zentrum stehen konkrete Teampraktiken, die helfen, ökologische und soziale Wirkung im Kerngeschäft zu verankern.

Statt ein fertiges Zielbild überzustülpen, arbeitet der Ansatz mit Prinzipien, die Orientierung geben, und mit Routinen, die im Arbeitsalltag ausprobiert und angepasst werden. Teams werden befähigt, ihren Einflussbereich zu erkennen und als Hebel für Transformation zu nutzen.

  1. Herkunft und theoretische Fundierung

Entwickelt wurde der Stellar Approach im Umfeld von TheDive; ausführlich dargestellt ist er im Buch von Simon Berkler und Ella Lagé. Der Ansatz steht im Kontext von Diskussionen zu planetaren Grenzen, regenerativer Wirtschaft und Transformationsdesign.

Er knüpft an Modelle an, die zwischen inkrementeller Nachhaltigkeit und tiefgreifendem Systemwandel unterscheiden, und übersetzt diese in eine praxistaugliche Sprache für Teams. Für Fachleute in Bildung und Organisationsentwicklung bietet er damit eine Brücke zwischen Theorie und Umsetzung im Alltag.

Hintergrund vertiefen
Wer die theoretische Fundierung genauer kennenlernen möchte, findet im Buch „Der Stellar Approach“ und in begleitenden Materialien ausführliche Bezüge zu Regeneration, Systemtheorie und Transformationsansätzen. -> Campus-Verlag

  1. Bausteine: Prinzipien, Praktiken, Tugenden

Die vier Prinzipien des Stellar Approach fungieren als „Leitsterne“: Sie richten den Blick auf eingebettetes, vielfältiges, zirkuläres und langfristig orientiertes Wirtschaften. Sie helfen Teams, Entscheidungen konsequent an einem regenerativen Referenzrahmen auszurichten.

Die sieben Praktiken übersetzen diese Leitsterne in konkretes Tun – etwa, Vernetztheit zu verstehen, Zielkonflikte sichtbar zu machen oder den eigenen Einflussbereich aktiv zu nutzen. Ergänzend beschreiben drei Tugenden eine Haltung, in der Lernen, Unsicherheit und Verantwortung konstruktiv bearbeitet werden können.

Wie mit den Bausteinen arbeiten?
In der Praxis starten viele Teams mit einer Auswahl von Prinzipien und Praktiken, testen diese in einem begrenzten Zeitraum und reflektieren im Anschluss, was sich tatsächlich verändert hat – fachlich und kulturell. -> The Dive

  1. Wie wird der Stellar Approach angewendet?

In Organisationen wird der Stellar Approach meist als mehrmonatiger Lern- und Transformationsprozess im Team umgesetzt. Typisch sind modulare Formate mit Inputs, Reflexionsphasen, praxisnahen Experimenten und gemeinsamen Auswertungen.

Wesentlich ist der zyklische Charakter: Teams probieren neue Routinen aus, reflektieren Wirkungen, gehen offen mit Zielkonflikten um und passen ihre Praktiken an. Eingesetzt wird der Ansatz in Unternehmen, Verwaltungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die ihren Beitrag zur Transformation systematisch erhöhen möchten.

Lerncoach-Perspektive
Als Lernbegleitung empfiehlt es sich, den Prozess so zu gestalten, dass Teams kleine, überschaubare Experimente durchführen – gerade genug, um echte Bewegung zu erzeugen, ohne Überforderung.

  1. Nutzen in Bildung und Organisation

Für Bildungsakteur:innen verbindet der Stellar Approach Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung mit organisationalem Lernen: Teams werden zu Lernorten, an denen Zukunftskompetenzen praktisch eingeübt werden. Didaktisch eröffnet der Ansatz die Möglichkeit, Inhalte, Reflexion und konkrete Handlungsschritte eng zu verschränken.

Für Leitung, Organisationsentwicklung und Nachhaltigkeitsverantwortliche bietet der Stellar Approach einen strukturierten Rahmen, der Eigeninitiative stärkt statt Top-down-Vorgaben zu reproduzieren. Er schafft eine Sprache für Zielkonflikte und macht Fortschritte sichtbar, ohne in umfangreiche Zertifizierungslogiken einzusteigen.

Bedeutung für WelthandelN
Auf welthandeln.de dient der Stellar Approach als Referenzrahmen, um Praxisbeispiele, Lernmaterialien und Fortbildungsangebote zu bündeln, die auf regenerative Organisationsentwicklung zielen.

  1. Weiterlernen und Vertiefen

Wer tiefer einsteigen möchte, findet im Buch „Der Stellar Approach“ eine ausführliche Darstellung des Modells, zahlreicher Praxisbeispiele und konkreter Übungen. Ergänzend bieten Formate wie die Stellar Academy oder Qualifizierungen für „Stellar Practitioners“ Raum für gemeinsames Lernen und kollegiale Beratung.

Wo nutzt Ihr Team seinen Einflussbereich bereits konsequent – und wo könnten Sie nächste Experimente wagen?

Weitere Information

  1. https://www.thedive.com/de/stellar-approach
  2. https://www.nachhaltigejobs.de/stellar-approach/m
  3. https://xm-institute.com/xm-blog/buchbesprechung-der-stellar-approach-berkler-s-lage-e/
  4. https://www.thedive.com/de/stellar-approach/stellar-buch
  5. https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/business/management-unternehmensfuehrung/der_stellar_approach-17969.html
  6. https://enfants-terribles.org/magazin/der-stellar-approach/