Im Sinne des UNESCO Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ will WelthandelN Menschen befähigen, informierte Entscheidungen zu treffen, verantwortungsbewusst zu handeln, sich politisch zu engagieren und dadurch sich und die Gesellschaft in der sie leben zu transformieren.
WelthandelN – Bildung, die Zukunft gestaltet
WelthandelN ist ein innovativer Lernansatz für Bildung für nachhaltige Entwicklung, der Fachkräfte dabei unterstützt, Menschen zu selbstbewussten, politisch handlungsfähigen Gestalterinnen und Gestaltern einer gerechten, nachhaltigen Weltgesellschaft zu machen. Das Konzept verbindet neueste bildungspolitische Rahmenwerke mit praxiserprobten Methoden und richtet sich an alle, die Bildungsangebote im Kontext der Agenda 2030, Globalem Lernen und transformativer Bildung entwickeln.
Warum WelthandelN jetzt wichtig ist
WelthandelN setzt konsequent bei den großen Transformationsaufgaben unserer Zeit an: Klimakrise, Ressourcenverbrauch, Verlust der Biodiversität, globale Ungleichheit und gesellschaftliche Polarisierung. Das Konzept schließt explizit an die 2030-Agenda mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung sowie das Klimaabkommen von Paris an und übersetzt diese in konkrete Lern- und Handlungsräume.
Für Bildungsfachleute in Deutschland bietet WelthandelN einen Rahmen, um komplexe globale Zusammenhänge so aufzubereiten, dass Lernende informierte Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und sich politisch einmischen können. Transformative Bildung wird dabei nicht als Zusatz, sondern als Kernaufgabe professioneller Bildungsarbeit gedacht.
Pädagogisches Profil und Leitidee
Im Zentrum von WelthandelN steht die Idee, „die Welt lesen zu lernen, um die Zukunft schreiben zu können“ – inspiriert von Paulo Freire und der internationalen Debatte um transformative Bildung. Bildung wird verstanden als Such- und Lernprozess, der Menschen befähigt, gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten, statt nur auf Veränderungen zu reagieren.
WelthandelN verbindet politische Bildung, Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, interkulturelle Bildung und Global Citizenship Education zu einem kohärenten Rahmen. Das Konzept betont Demokratie, Teilhabe, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und die Anerkennung gewaltfreier Konfliktlösung als zentrale Bildungsziele.
Zielgruppen und Einsatzfelder
WelthandelN richtet sich besonders an Lehrende und Bildungsverantwortliche in der Erwachsenenbildung, in der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in der Personal- und Organisationsentwicklung. Typische Einsatzorte sind Volkshochschulen, Hochschulen, Verwaltungen, Ministerien, Kommunen, Unternehmen, Kammern, Verbände, Gewerkschaften, NGOs und Freiwilligendienste.
Gleichzeitig ist das Konzept anschlussfähig für die schulnahe und außerschulische Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, wenn es darum geht, sie für Fragen globaler Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und demokratischer Teilhabe zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt steht stets die Befähigung zu eigenen Visionen, Urteilen und Lösungswegen, nicht die Instrumentalisierung für vorgegebene Agenden.
Kompetenzen für die Große Transformation
WelthandelN versteht Kompetenzentwicklung als Verbindung von Wissen, Haltung und Handlungsbereitschaft – auf drei Ebenen: Individuum (EGO), Gruppe bzw. Organisation (SET) und Gesellschaft/System (ECO). Ziel ist es, Menschen dazu zu befähigen, ihre eigene Identität zu reflektieren, gemeinsam Verantwortung zu tragen und Lösungen zu entwickeln, die auch in mehreren Generationen noch tragen können.
Besonders hervorgehoben wird „Korrektur“ als Kernkompetenz: Lernende sollen Fehler produktiv machen, Widersprüche aushalten und trotzdem entscheidungsfähig bleiben. Damit adressiert WelthandelN genau die Ambivalenzen, mit denen sich Bildungsfachleute im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Diversität und Krisenerfahrungen heute konfrontiert sehen.
Methodenvielfalt mit Haltung
Methodisch steht WelthandelN für partizipative, erfahrungsorientierte und dialogische Lernprozesse, die Wahrnehmen, Fühlen, Denken, Urteilen und Handeln verbinden. Die Palette reicht von Action Learning und Open Space über Zukunftswerkstatt und World Café bis hin zu theoriegeleiteten Ansätzen wie Presencing/Theorie U, systemischem Konsensieren oder Anti-Bias-Arbeit.
Ein zentrales Prinzip ist die „Permakultur der Methoden“: Statt immer neue Ressourcen zu mobilisieren, werden vorhandene Fähigkeiten, Materialien und Kontexte aktiviert, entzaubert und kreativ genutzt. So eignen sich die Lernenden Methoden an, die sie in ihrem Alltag selbstständig weiterführen können – ein entscheidender Mehrwert für nachhaltige Bildungsarbeit.
Anschluss an Standards und Programme
WelthandelN ist klar verortet in den relevanten bildungspolitischen Rahmenwerken und Qualitätsstandards für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Das Konzept nimmt Bezug auf den Orientierungsrahmen Globale Entwicklung von KMK und BMZ, Qualitätskriterien von VENRO, BNE-Leitlinien, Positionen der Eine-Welt-Landesnetzwerke sowie Empfehlungen des WBGU und der OECD zu Global Competence.
Für Bildungsfachleute bedeutet dies: WelthandelN liefert einen konzeptionellen Anker, mit dem sich eigene Angebote konsistent, förderfähig und anschlussfähig an bundesweite Programme und internationale Debatten weiterentwickeln lassen. So wird aus einzelnen Projekten ein strategischer Beitrag zur Großen Transformation in Bildung und Gesellschaft.
Nutzen für Bildungsfachleute
- Ein klar strukturiertes, theoretisch fundiertes Konzept, das aktuelle internationale Diskurse in alltagstaugliche Bildungsansätze übersetzt.
- Konkrete Kompetenzziele, die sich in Curricula, Fortbildungen und Organisationsentwicklungsprozesse integrieren lassen.
- Eine breite, anschlussfähige Methodensammlung für partizipative, transformative Lernprozesse mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen.
- Orientierung an anerkannten Qualitätsstandards und Leitlinien, die Planungssicherheit und Legitimation gegenüber Trägern, Auftraggebern und Förderern schaffen.
Wer Bildungsangebote entwickelt, die Menschen nicht nur informieren, sondern befähigen sollen, unsere gemeinsame Zukunft aktiv zu gestalten, findet in WelthandelN einen aktuellen, praxistauglichen und theoretisch anspruchsvollen Referenzrahmen.
Seit unserem Start 2017 hat sich das Konzept stets verbessert. Es bleibt dauerhaft in Beta Version.