Einstieg: Worum es geht
Bildung für nachhaltige Entwicklung befähigt Menschen, die Auswirkungen ihres Handelns auf andere Weltregionen, kommende Generationen und Ökosysteme zu verstehen – und daraus verantwortliche Entscheidungen abzuleiten. Sie verbindet Umweltbildung, Globales Lernen, Demokratiepädagogik und Menschenrechtsbildung zu einem transformativen Lernansatz, der Kopf, Herz und Hand anspricht.
Auf WelthandelN steht dabei die Frage im Mittelpunkt, wie globalisierte Wirtschafts‑ und Lebensweisen gerechter gestaltet werden können – von Welthandel und Klima bis zu Lieferketten, Arbeit und Konsum.
Politischer Rahmen: Agenda 2030 und BNE 2030
BNE ist im Ziel 4.7 der Agenda 2030 der Vereinten Nationen verankert: Bildung soll Menschen befähigen, zu nachhaltiger Entwicklung, Menschenrechten, Geschlechtergerechtigkeit, einer Kultur des Friedens und globaler Verantwortung beizutragen. Das UNESCO-Programm „BNE 2030“ setzt diesen Auftrag weltweit um und fordert ausdrücklich, Nachhaltigkeit in allen Bildungsbereichen strukturell zu verankern.
In Deutschland koordiniert das Bundesbildungsministerium gemeinsam mit einer Nationalen Plattform und einem Nationalen Aktionsplan die Umsetzung von BNE – von der Kita über Schule und Hochschule bis zur außerschulischen Bildung. Denn Menschen hören nie auf zu lernen.
Was Lernende bei WelthandelN erwartet
WelthandelN steht für Bildungsangebote, die Menschen darin stärken, globale Zusammenhänge zu durchschauen und selbst aktiv zu werden. Typische Lernziele sind:
- systemisch denken, zum Beispiel Macht- und Wertschöpfungsketten im Welthandel analysieren
- Perspektivenvielfalt einnehmen, etwa aus Sicht von Produzierenden, Beschäftigten, Konsumierenden und politischen Entscheidungsträgern
- Gestaltungskompetenz entwickeln, also Projekte und Handlungsschritte für mehr soziale und ökologische Gerechtigkeit planen und umsetzen
Die Angebote richten sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Bildung, Lehrkräfte, Engagierte in Kommunen und Zivilgesellschaft sowie Jugendgruppen, die geschützte Lernräume für Erprobung und Reflexion suchen.
Verbindung zu Praxis und Politik
BNE auf WelthandelN versteht sich als Brücke zwischen internationaler Agenda und lokalem Alltag. Lernformate greifen aktuelle Debatten zu Klima, Ressourcen, Ungleichheit, Digitalisierung und Demokratie auf und übersetzen sie in konkrete Bildungs- und Beteiligungsprojekte vor Ort.
Dazu gehören unter anderem Planspiele und Workshops zu Welthandel und Lieferketten, partizipative Methoden für Kommunen sowie Beratungsangebote zur Verankerung von BNE in Einrichtungen und Programmen.